Planung des Regionalverband Ruhr zur Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027

Die Medienberichte im Fernsehen und in der Lokal-Presse (WAZ, NRZ und RP) im September und Oktober 2018 über die Beteiligung Duisburgs an der IGA 2027 gaben den Anlass, Inhalte für eine Website zusammenzutragen und sie unter dem Titel „WWW.KULTUSHAFEN-BEWAHREN.DE“ im Internet der Öffentlichkeit vorzustellen.

 

Nach den Planungen des Regionalverbands Ruhr (RVR) sollen im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr (IGA 2027) in Duisburg drei verschiedene Projekte entstehen: die Parklandschaft Ruhr, der Zukunftsgarten Emschermündung und - als zentraler Punkt der IGA - der Zukunftsgarten mit Gartenausstellung Duisburg-Rheinpark und Anbindung.

 

Der Regionalverband Ruhr möchte eine "Image-Metamorphose" als Motor für die Metropole Ruhr schaffen.

 

Zitat von Seite 8 des Projektkatalogs des Regionalverbands Ruhr: "Die Rheinseite erhält im Bereich des Kultushafens einen neuen Rheinstrand und die Hafenpromenade wird erweitert. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite mit Flächen zum Parken gelangt man entweder über die Rheinbrücke mit RS1 (Radschnellweg Ruhr) oder über eine temporäre Rheinfähre."

https://www.rvr.ruhr/fileadmin/user_upload/01_RVR_Home/02_Themen/Umwelt_Oekologie/Internationale_Gartenausstellung/2017_11_13_IGA2027_Projektkatalog_und_Investitionshaushalt.pdf

 

in einem Online-Pressebericht der Rheinischen Post vom 21.09.2018 liest sich diese wie folgt:

"IGA 2027 Duisburg NEUER RHEINSTRAND AM KULTUSHAFEN

Die IDEEN für Duisburg aus Anlass der Internationalen Garten-Ausstellung sind spektakulär: Der jetzige Rheinpark wird erheblich in Richtung Wanheimerort erweitert. Der Kultushafen wird zugeschüttet, der Rheinpark eingezäunt und eintrittspflichtig. Entlang des Kultushafens in Wanheimerort soll es eine umlaufende Promenade geben, um diesen heute kaum noch genutzten Hafenteil zu erschließen. Die Auffüllung des Kultushafens mit Sand soll einen neuen Rheinstrand kreieren, zudem soll die Lücke zur Wanheimer Promenade  und zur Heinrich Hildebrand-Höhe geschlossen werden. Der Südhafen soll zu einem Freizeitort mit wasseraffinen Nutzungen umgewidmet werden. Die Hafenmole bekommt einen Fuß- und Radweg, zwischen Mole und Uferpromenade wird es eine Brücke geben. Ein Ausstellungs und Veranstaltungs-Pavillion im Rheinpark soll "Strahlkraft für die ganze IGA entfalten."

Das obige Foto, welches in den Medien vorgestellt wurde, zeigt die Planungsabsicht:

               1.  den zugeschütteten und zu einer als Sandspielfläche ausgebauten Kultushafen

               2.  die Entwicklung einer Rheinpromenade entlang des Südhafens

               3.  Teilrückbau Hafenmole und maritime Nutzung des Südhafens

               4.  die Überschreitung des Rheins in die geschützte Rheinaue und die Anlage von Parkflächen

Als langjähriger Kenner und Zeitzeuge des Kultushafens mit seiner industrie- und stadtgeschichtlichen Bedeutung, seiner hohen Biodiversität, seinen positiven Auswirkungen auf das Stadtklima sowie den örtlichen Gegebenheiten des östlich in den Hafen einmündenden Dickelsbachs und den Hochwassersituationen stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Planung. Erinnert sei auch an das Vorkommen einer  größeren Population von Mauereidechsen in der Hafenmauer. Mauereidechsen stehen auf der  Roten Liste der gefährdeten Arten und besitzen daher einen Schutzstatus. Dieser Schutzstatus der Mauereidechsen-Populationen ist bei Planungen zu beachten. Das bedeutet, es ist ein artenschutzrechtliches Gutachten zu erstellen. Unter Umständen ist diese Planung aufzugeben, zu modifizieren oder aber es sind adäquate Schutzmaßnahmen durchzuführen.